Schutzvorhang

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Die Versammlungsstättenverordnung fordert für Großbühnen einen Brandabschluss zwischen Bühnen- und Zuschauerhaus, der in der Regel geschlossen ist und nur im Vorstellungs- und Probenbetrieb geöffnet wird.
Dieser Brandabschluss wird typischerweise mit Eisernen (Schutz-)Vorhängen realisiert. Dabei handelt es sich um feuer- und druckbeständige Stahltorkonstruktionen, die im geschlossenen Zustand die Proszeniumsöffnung quasi rauchdicht verschließen. Das Torblatt wird zum Öffnen oder Schließen im regulären Fahrbetrieb mit elektrischen Antrieben bewegt.
Im Brandfall muss ein Eiserner Vorhang auch nach Ausfall der regulären Antriebsenergie in einer bestimmten Zeit sicher schließen. Hierzu wird das Eigengewicht des Torblattes genutzt, welches die Abwärtsbewegung einleitet. Eine Senkbremseinrichtung sorgt für einen gebremsten freien Fall und ein anschließendes sanftes Aufsetzen der Torkonstruktion auf dem Bühnenboden.
Für eine verlängerte strukturelle Integrität des Eisernen Vorhangs im Brandfall kann dieser mittels einer Sprühflutanlage bühnenseitig gekühlt werden. Hierzu ist die Konstruktion mit einem Wasserleitsystem auszustatten.
Alternativ sind auch Lösungen mittels falt- oder aufrollbarer textiler Schutzvorhänge mit entsprechender Brandwiderstandsklasse möglich. Dies kann zur Anwendung kommen, wenn das Bühnenhaus nicht die erforderlichen räumlichen Voraussetzungen für den Einbau eines Eisernen Vorhangs bietet.

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